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Montag, 6. Oktober 2008

Führung in der Finanzkriese

Ich möchte heute mal ein bischen provozieren, da ich finde, dass das Verhalten der politischen Verantwortungsträger in der aktuellen Finanzkrise doch Anlass zum Nachdenken über zwei Grundsatzfragen gibt:

  1. Agieren versus Reagieren: Sollte Führungsverhalten eher von Reaktionen auf eintretende Ereignisse oder von (planmäßigem) Agieren geprägt sein?
  2. Ist es notwendig, übergeifende (globale) Probleme auch übergreifend zu lösen?

Aus meiner Sicht ist Agieren immer die bessere Alternative. Reines Reagieren bringt automatisch eine defensive Position mit sich, aus der nur schwer wieder herauszukommen ist. Wie heist es doch: Angriff ist die beste Verteidigung. Durch rechtzeitiges und vorausschauendes Agieren kann verhindert werden, dass Probleme überhaupt auftreten. Das ist allemal besser, als auf die Probleme zu warten und dann in hektischen Aktionismus zu verfallen.

In der aktuellen Finanzkriese hat jegliches vorausschauendes Handeln gefehlt. Seit Jahren gibt es Forderungen nach Veränderungen in der Funktionsweise und Regulierung der Finanzmärkte. Sich darüber Gedanken zu machen wäre jedoch unbequem und unpopulär gewesen. Da wartet man als Politiker wohl lieber ab. Vielleicht ist die eigene Amtszeit ja schon vorbei, wenn das Problem eintritt. Und auch jetzt in der Krise ist das politische Handeln eher von hektischen Einzelaktionen (Rettungsversuchen) geprägt, als von planvollem ganzheitlichen Handeln. Wo bleibt der 10-Punkte-Plan...?

Global denken, lokal handeln! - Damit ist zum zweiten Punkt eigentlich alles gesagt. Immerhin wird derzeit von den Länderregierungen (teilweise leider erst sehr spät) gehandelt. Der globale Ansatz fehlt jedoch völlig, obwohl jedem klar sein müsste, dass internationale Probleme dieser Größenordnung nur gemeinsam gelöst werden können. Nennt man das nicht auch deshalb internationale Finanzmärkte? Offenkundig ist weder die Weltgemeinschaft in der Lage sich zusammenzuraufen, noch schaffen es Institutionen wie die EU ihre bürokratischen und sonstigen Hemmnisse über Bord zu werfen und schnell zu handeln.

Ich möchte noch anmerken, dass ich mit meiner Kritik keinesfalls sagen möchte, dass ale getroffenen Maßnahmen falsch sind. Mir geht es mehr darum, darauf hinzuweisen, dass es an einem globalen, ganzheitlichen und planmäßigen Vorgehen fehlt. Daran sollten wir Führungskräfte uns kein Beispiel nehmen!

Was meint ihr zu diesem Thema? Wie beurteilt ihr die Situation und das Verhalten der Verantwortungsträger?

Auf Spiegel-Online gibt es auch einen interessanten Artikel zu diesem Thema.

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Stopwords

Ich habe für die Seiten meines Kendo-Vereins eine Tag-Cloud eingerichtet.

Dabei hatte ich das Problem, dass leider nur eine Liste mit englischen Stopwords vorhanden war. Da ich ziemlich lange nach einer Liste deutscher Stopwords suchen musste, dachte ich, ich erspare euch das und poste den Link hier: http://www.solariz.de/blog/1-general/70-deutsche-stopwords

Wer keine Ahnung hat, worum es hier gerade geht und was Stopwords sind, kann dies bei Wikipedia nachlesen.

Dienstag, 30. September 2008

Für zwischendurch: Best Programming Jokes

Da sind ein paar echte Knaller dabei:

http://www.devtopics.com/best-programming-jokes

Sonntag, 28. September 2008

Gleicher Lohn für alle

Ich habe neulich ein Interview mit Gernot Pflüger gesehen, in dem er unter dem Titel Gleicher Lohn für alle seine Ansätze bzgl. Mitarbeiter- und Unternehmensführung am Beispiel seinens eigenen Unternehmens erläutert.

Einen Artikel dazu gibt es bei der FAZ.

Durchaus interessant und provokant. Auch wenn man sicher nicht alles in andere Unternhemen/Situationen übertragen kann, sind dies doch interessante Denkansätze und Diskussionspunkte.

Lest den Artikel einfach mal und postet hier eure Meinung.

Montag, 22. September 2008

Mitarbeiterführung - Teil 3.5: Mitarbeiterentwicklung - Einflussfaktoren und Instrumente

Im zweiten Posting zum Thema Mitarbeiterentwicklung geht es um Einflussfaktoren und Instrumente zur Entwicklung von Mitarbeitern, also um die Frage, wie eine Führungskraft konkret auf die Entwicklung einfluss nehmen kann.

Ich habe einige Anregungen zu diesem Thema zusammengestellt:

  • Ohnehin klar und nur der Vollständigkeit wegen erwähnt: Weiterbildung ermöglichen
    • für gute Literatur in den Büros sorgen
    • (sinnvolle) Weiterbildungsseminare
    • Freiräume geben, um sich mit Themen zu beschäftigen (Extrembeispiel ist hier Google: Jeder Mitarbeiter hat einen Tag pro Woche Zeit, sich außerhalb seiner Aufgaben mit Themen die ihn interessieren zu beschäftigen. Hieraus sind bei Google bereits einige sehr innovative Produkte entstanden.)
    • Interne Themenkreise veranstalten, auf denen Mitarbeiter vorstellen, womit sie sich derzeit beschäftigen. Dies ist auch generell gut für die interne Kommunikation und das Teambuilding.
  • Coaching, Pair Programming und generell Teamarbeit bilden eine der Grundlagen für die fachliche Weiterentwicklung.
  • Extrem wichtig: Fehler machen lassen und darauf achten, dass aus diesen auch die richtigen Lehren/Konsequenzen gezogen werden. Es muss eine Kultur geschaffen werden, die Fehler zulässt, solange aus ihnen gelernt wird.
  • Die Anforderungen an den Mitarbeiter und den Anspruch der übertragenen Aufgaben angemessen steigen lassen.
  • Kontrollen nach und nach abbauen. Wenn vom Mitarbeiter mehr Selbständigkeit erwartet wird, muss hierfür auch der Raum geschaffen werden (Die Zügel lockern und das eigene Delegationsverhalten anpassen).
  • Vertrauen zeigen: Nur wenn ein gewisses Maß an Vertrauen zwischen den Beteiligten herrscht, wird die Führungskraft loslassen können und der Mitarbeiter sich trauen selbständig zu agieren. Vetrauen ist generell eine wichtige Grundvoraussetzung für die Zusammenarbeit von Menschen.
  • Zu einer realistischen Selbsteinschätzung verhelfen. Nur wer eine realistische Einschätzung von sich selbst hat, ist lernfähig.
  • Und zum Abschluss das Wichtigste: Feedback gegen. Feedback und das Etablieren einer Feedback-Kultur ist die absolute Voraussetzung für jedwede Art von (Weiter-)Entwicklung.

Soweit zu diesem Thema. Auf den letzten Punkt Feedback werde ich aufgrund seiner Bedeutung für die Entwicklung von Mitarbeitern im nächsten Posting ausführlich eingehen.

Wie immer sind jegliche Kommentare herzlich willkommen.

Samstag, 20. September 2008

Anwalt Gravenreuth zu Haftstrafe verurteilt

Endlich! - Das werden zumindest viele in der IT-Branche denken.

Günter Freiherr von Gravenreuth, in der IT-Branche als Abmahn-Anwalt brühmt-berüchtigt, wurde vom Amtsgericht Berlin-Tiergarten wegen versuchten Betrugs zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt (Berufung steht noch aus).

Ich kann mich selbst noch gut erinnern, wie Ende der achtziger/Anfang der neunziger Jahre das ganze Elend mit den Tanja-Briefen begann. Nun also endlich das, was viele dem Herrn Anwalt seit langem wünschen.

Wer sich dafür interessiert, kann die aktuellen Geschehnisse bei heise online nachlesen.

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ulliversum - 21. Jul, 13:36
jo...
...das stimmt wohl leider und betrifft nicht nur dieses...
ulliversum - 19. Jul, 22:58
Ja! - Ist schon komisch....
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ulliversum - 27. Jun, 17:08

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