Ein Steak braten
heute mal ein Thema, das ist sowas von Off-Topic...
...aber ich esse halt gerne Steaks und habe dazu das hier im Netz folgendes gefunden:
Abgekocht: Hobbykoch Peter Wagner zum Thema Steaks
Also dann mal ran an die Pfannen...
Da ich derzeit mit gebrochenem Mittelfuß lahmgelegt bin, habe ich endlich ein wenig Zeit gefunden an meiner Artikelserie zur Mitarbeiterführung weiterzuschreiben. Man soll ja immer das Positive sehen und deswegen gibts jetzt hier Teil 3.4 - Mitarbeiterentwicklung .
Ich habe dieses Thema in vier Postings unterteilt:
Und schon gehts los mit dem ersten Teil.
Einführung
Ein Mitarbeiter entwickelt sich durch Praxiserfahrungen und die Aneignung von Wissen (Know-How). Letzteres erfolgt durch die Zusammenarbeit mit anderen erfahreneren Mitarbeitern, Weiterbildungsseminare, Bücher u. ä. Die Praxiserfahrung sammelt der Mitarbeiter durch seine Teilnahme an Routineaufgaben und Projekten.
Unter Mitarbeiterentwicklung verstehe ich das aktive Einwirken der Führungskraft auf die Entwicklung des Mitarbeiters.
Warum sollten Mitarbeiter entwickelt werden?
Durch die Entwicklung von Mitarbeitern wird eine bessere (effizientere und effektivere) Aufgabenbearbeitung ermöglicht. Nur wer als Führungskraft über ausreichend entwickelte Mitarbeiter verfügt, kann auf Dauer erfolgreich sein.
Im Wesentlichen werden für die (Weiter-)Entwicklung der Mitarbeiter zwei Ziele verfolgt:
Die Entwicklung des Fachwissens steht meist am Anfang der Mitarbeiterentwicklung. Mit zunehmendem Fachwissen und durch die Mitarbeit an den verschiedenen Themen steigt normalerweise nach und nach auch die Selbständigkeit an und es entsteht bei vielen Mitarbeitern das Bedürfnis mehr Verantwortung zu übernehmen. Insbesondere an diesem Punkt ist die Unterstützung der Führungskraft gefragt:
Generell ist es bei der Entwicklung von Mitarbeitern entscheidend, die richtige Balance zwischen Unter- und Überforderung sowie Kontrolle und Freiraum zu finden. Dies gehört zu den wichtigsten aber auch schwierigsten Aufgaben der Mitarbeiterentwicklung. Bevor ich im nächsten Posting weiter darauf eingehe, wie die Führungskraft Einfluss auf die Mitarbeiterentwicklung nehmen kann, möchte ich ein wenig Theorie einstreuen.
Einschub: Ein wenig Theorie als Grundlage für die Mitarbeiterentwicklung.
Mitarbeiterentwicklung ist ein permanenter Prozess. Sie darf daher nicht als Projekt oder Aufgabe mit festem Beginn und Ende gesehen werden, sondern muss ein fester Bestandteil des Führungsstils sein. Folglich muss man sich zunächst Gedanken über Führungskonzepte und -stile machen und untersuchen, in wie weit sich diese auf die Mitarbeiterentwicklung auswirken.
Wer meine vergangenen Postings in dieser Artikelserie verfolgt hat, wird unter Umständen bereits bemerkt haben, dass ich kein Anhänger von universellen Führungstheorien bin. Universelle Führungstheorien gehen davon aus, dass es den EINEN Weg zu führen gibt, der bei jedem Mitarbeiter, in jeder Situation/Aufgabe und jedem Umfeld zum Erfolg führt. Das ist ziemlich genau das Gegenteil von dem, was meiner Erfahrung entspricht und meine Meinung prägt: Ich sehe Menschen als Individuen mit unterschiedlichen Eigenschaften. Somit verstehe ich mich auch selbst als Individualist und ebenso meine Mitarbeiter. Wenn es sich aber bei der Führungskraft und den Mitarbeitern um völlig unterschiedliche Individuen handelt, kann es unmöglich den EINEN Weg geben, der immer zum Erfolg führt. Dies gilt dann natürlich ebenso für die Mitarbeiterentwicklung: Für jeden Mitarbeiter muss individuell überlegt werden, wohin er entwickelt werden soll, wie weit er sich entwickeln kann und wie dies am besten erreicht werden kann.
Insofern ist es wenig verwunderlich, dass ich mich den situativen Führungstheorien nahe fühle. Bei diesen wird davon ausgegangen, dass die Person des Führenden, sein Verhalten und die jeweilige Situation aufeinander abgestimmt sein bzw. zueinander passen müssen. Aus diesen Überlegungen heraus wurde der Stil des situativen Führens entwickelt, den ich hier kurz vorstellen möchte.
Situatives Führen ist ein von Dr. Paul Hersey und seinen Mitarbeitern im Center for Leadership (San Diego, Kalifornien) entwickelter Führungsstil. Das Grundprinzip dieses Führungsstiles beruht auf der Annahme, dass jeder Mitarbeiter nach seinem Reifegrad geführt werden muss, um seine Potenziale für das Unternehmen freizusetzen. Nicht die Führungskraft führt in erster Linie mit dem ihr eigenen Stil, sondern sie passt ihren Führungsstil im Idealfall in den Grenzen der eigenen Persönlichkeit weitgehend an den Bedarf des Mitarbeiters an.
Der Reifegrad eines Mitarbeiters wird aus der Kombination von Willigkeit und Fähigkeit bestimmt. Durch die Ausprägung von niedrig bis sehr hoch ergeben sich vier Grundformen:
Daraus ergibt sich die Art der Führung:
In diesem Kontext ist es das Ziel, den Mitarbeiter zum Reifegrad 4 bzw. zu dem für ihn maximal möglichen Reifegrad zu entwickeln. Wichtig ist auch wieder der Mix: Man braucht für ein gesundes Team Mitarbeiter auf den verschiedenen Reifegraden bzw. Entwicklungsstufen. Hierauf bin ich in einem früheren Posting bereits eingegangen.
Mir geht es hier nicht darum, das situative Führen als Allheilmittel oder ähnliches anzupreisen, aber ich denke, dass hier viele interessante Ansätze enthalten sind, die einen bei der täglichen Führungsarbeit unterstützen und weiterbringen können.
Soweit der erste Teil zum Thema Mitarbeiterentwicklung. Wie immer freue ich mich über Kommentare und Diskussionen.
Wer meine Postings zum Thema Mitarbeiterführung regelmäßig verfolgt, weiss, dass Vertrauen für mich ein zentrales Thema bei der Führung von Mitarbeitern ist. Eine Aussage des Bundestrainers der deutschen Fußballnationalmannschaft, Joachim Löw, vom letzten Mittwoch, möchte ich zum Anlass nehmen auf dieses Thema kurz einzugehen.
Joachim Löw sagte am 10.09.2008 nach dem WM-Qualifikationsspiel gegen Finnland (3:3) sinngemäß auf die Frage des Moderators nach der Leistung von Miroslav Klose (der alle 3 deutschen Tore des Spiels geschossen hatte) in etwa folgendes: Ab und zu können Sie uns Trainern vetrauen. ... Vetrauen zahlt sich im Leben aus.
Dazu muss man wissen, dass Miroslav Klose in den Wochen/Monaten vor dem Spiel von der Presse heruntergeschrieben wurde, weil er eine Formkrise hatte und einfach das Tor nicht traf. Somit war Klose automatisch auch in der von der durch die Presse domminierten öffentlichen Meinung in der Kritik. Der Bundestrainer wurde ebenfalls massiv für sein Festhalten an Klose, den er immer wieder von Beginn an aufstellte, kritisiert. Löw ging unbeirrt seinen weg.
Was zeigt dies? - Nun:
Um im obigen Sinne agieren zu können, braucht man Vertrauen in sich selbst und seine Mitarbeiter. Auch das Vertrauen in sich selbst und somit die eigenen Einschätzungen ist eine unabdingbare Voraussetzung für erfolgreiche Fürhrungsarbeit.
Ich muss meine Sommerpause nun doch unterbrechen, da ich soeben den brandneuen Browser von Google installiert und einem ersten Kurztest unterzogen habe.
Vorweg: Ich habe durchaus gewisse generelle Vorbehalte gegen Google bzw. gegen die Martkpostion von Google. Unabhängig davon muss ich jedoch feststellen, dass mich Google Chrome sofort begeistert hat.
Hier meine ersten subjektiven Eindrücke (nach ca. 10 Minuten rumspielen):
Fazit: Google Chrome hinterläßt bei mir einen sehr guten ersten Eindruck. Ich bin sehr gespannt wie das weitergeht und welchen Einfluss der neue Browser auf den Markt hat. Interessant wird sicher auch, was Google alles unternehmen wird um den Browser zu pushen und was die Konkurrenz machen wird.
Testet einfach selber mal und schreibt mir eure Eindrücke. Den Browser gibts unter http://www.google.com/chrome.
So, jetzt hatte ich doch recht viel zu tun und habe es vor der Sommerpause nicht mehr geschafft meine Artikelserie Mitarbeiterführung fortzusetzen. Das werde ich aber direkt nach der Sommerpause tun!
Euch allen einen schönen Sommer und bis bald,
Ulli